Der Großeinkauf am Anfang. Was kommt mit, was nicht?

Der Großeinkauf ist dann ein wirkliches Abenteuer. 

Bevor es allerdings zum "ersten" Einkauf geht, ist eine Menge Vorarbeit bereits getan. Und nein, es gibt keine Ernährungsumstellungseinkaufsliste von mir. Es gibt auch keine Links, auf die man einfach mal klickt, um dann die fertige Lösung zu finden. Es tut mir Leid, denn jetzt könnte die fleischgewordene Erkenntnis erwachsen, dass das, was man bei einer Ernährungsumstellung alles machen will, aus einem selbst kommen muss. Nur dann kann es gut werden!

Ein Vorschlag aber, der ist drin.

Eine Übersicht aller Lebensmittel ist die Basis - inkl. Kennzeichnung auf Alkohol, Fleisch, Gluten, Milcheiweiß und Zucker. Die einfache Kennzeichnung unterstützt später die Autofilterfunktion zum Ausblenden - aus der Liste und aus dem Kopf. Ja, die Liste ist auch selbstständig zu erstellen.

Der Rest gehört drauf. Nun können noch Ersatzprodukte hinzugefügt werden, denn - und das ist der Vorzug, dass man heute und nicht vor 20 Jahren mit der Ernährungsumstellung beginnen will - diese gibt es mittlerweile in zahlreichen verschiedenen Varianten und Formen. Zahlreiche Anbieter, auch aus dem Bereich BIO, spielen mit im neuen Markt der "Ersatzprodukte". 

Viele würden an dieser Stelle ggf. die ersten Rezeptvorschläge erwarten. Mein Vorgehen war anders. Die Übersicht der einzukaufenden Produkte einfach mal nach eigener Idee zusammengestellt. Das setzt natürlich voraus, dass man ein wenig kochen kann. Ist das nicht der Fall, wären ein paar Rezept Recherchen angesagt und das mit Kochen können, passiert dann mit der Zeit schon. Wer trotzdem einen Vorschlag braucht, kann sich heute auch vertrauensvoll an ChatGPT wenden.

Beispielsweise so: recommend dishes for 7 times lunch which all do not contain gluten, sugar, meet and milkprotein in german.

Da es keine Entscheidungshilfe in Bezug auf den persönlichen Geschmack geben kann, ist der erste Einkauf mit vielen verschiedenen Produkten der gleichen Art zu versehen. Warum?

Es gibt bspw. viele Alternativen für Sahne beim Kochen. Aus Soja, aus Hafer, aus Hirse, aus Kokos, aus Mandel, aus ... was auch immer. Im Grunde machen sie alle das Gleiche, aber sie machen es auch alles unterschiedlich ein bisschen anders. Hier ein leichter Beigeschmack, dort eine leicht abweichende Konsistenz. Im Ergebnis im Grunde alles gut gekocht, aber doch etwas anders.

Beim zweiten Einkauf kann ich dann mein neues "Lieblingsprodukt" auf Vorrat kaufen.

Was zumindest bei mir neu dazu gekommen ist, ist der regelmäßige Gang zum Wochenmarkt. Frische, regionale Produkte gehören auf den täglichen Speiseplan. Der Wochenmarkt, speziell wenn er öfter als einmal die Woche in der Nähe stattfindet, ist der perfekte Anlaufpunkt, um viele Frischeprodukte in guter Qualität zu bekommen.

Auch das Tiefkühlfach gehört in die Bevorratung der eigenen Lebensmittel hinein. In meinem Fall ist es gefüllt mit TK-Früchten, Lachs, Krabben und ein paar anderen Fischen - und das nicht als Fischstäbchen.

Die gute alte Konserve ist bei mir aus Glas, mit Ausnahme gestückelter Tomaten. Erbsen, Spargel, Bohnen, Linsen, Kidneybohnen - alle in der durchsichtigen Dosenalternative.

Ich liebe Pasta - und hier fällt es mir schwer, keine Marke zu nennen, denn der Favorit war schnell gefunden. Was nach meinen Erfahrungen alle der von mir probierten glutenfreien Pasta Alternativen gemein haben: beim Kochen riechen Sie nicht wirklich gut. Und keine lässt sich wirklich gut aufwärmen. Früher war die Pasta Portion in Sauce am Folgetag eine Delikatesse - das kann man heute knicken. Es führt mit der Zeit automatisch dazu, die gekochte Portion viel besser auf den tatsächlichen Hunger anzupassen.

Brot - wow, was für eine Bandbreite. Ein glutenfreier Versuch vor ein paar Jahren war erschreckend und abschreckend. Heute sieht es anders aus. Da ich keine Zöliakie habe, ist die Alternative für Brot schon wieder etwas größer. Ich habe bei einem lokalen Bäcker, der an einen Biosupermarkt liefert ein prima Haferbrot gefunden. Perfekts, leckeres, frisches Brot. Auch im Segment Pizzaboden, Wraps und Burgerbrötchen ist das Feld gut bespielt und ich bin sicher, dass jeder etwas finden kann, dass die Gelüste nach frischem Brot bedient - immer weich und ohne Crunch (kleines "leider").

Das Abenteuer ist in aller erster Linie das Aussortieren der miesen Produkte, von denen einige vermutlich ganz ober auf der Liste der Ersatzprodukte standen. Aber nicht entmutigen lassen. Es gibt weitere Alternativen. Mein Beispiel hier, das Ersatzprodukt für veganes Hack. 5 Griffe ins Klo, bzw. in den Biomüll. Nr. 6 ist nun das gesetzte Produkt. In meinen Augen perfekt: Jackfrucht und Erbsenprotein in getrockneter Form als Granulat in Bioqualität. Kurz mit heißem Wasser aufgequollen, mit Zwiebeln, Knoblauch und Tomatenmark angebraten, stellt es für mich nicht nur eine Alternative, sondern die beste Option dar. Hackfleisch auf Vorrat. Spontan für den Wrap oder eine Portion Bolognese - ohne Planung, Hackfleischkauf und Verarbeitung am gleichen Tag.

Die ersten Gerichte, ganz ohne Zucker, Gluten, Milcheiweiß und Fleisch - darüber schreibe ich dann beim nächsten Mal. Und die Gerichte komme sogar ohne Ersatzprodukte aus.

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