Sofort loslegen ohne Planung. Keine gute Idee?
Der schlechteste Plan ist meist der nicht gemachte Plan.
Natürlich ist es gut spontan zu sein und sich nicht immer festzulegen. Meine Erfahrung in Bezug auf das Thema Ernährung hat hier aber abweichende Erkenntnisse mit sich gebracht.
Stelle Deine Ernährung erst dann um, wenn Du weißt was Du essen magst - hört sich einfach an, ist es aber nicht. In den meisten Fällen geht es auch um Dinge, die Du noch nie gegessen hast. Du musst also auch mal etwas ausprobieren, Alternativen finden. Alternativen für Dinge, die Du nicht mehr essen willst, Alternativen für den Arbeitsplatz und solche, die sich mit deinem Kalender vertragen. Ggf. ist die Alternative auch ein neuer Kalendereintrag, damit Zeit zum Kochen ist.
Du solltest den Kühlschrank voll haben, die Regale gefüllt und einen Plan für die ersten vier Wochen. Vier Wochen in denen sich nur wenig Mahlzeiten wiederholen. Es braucht auch Dinge, die man sofort essen kann ohne lange zu kochen.
Merke: Einseitige Ernährung, sich stetig wiederholende Speisen zu Beginn der Ernährungsumstellung und die fehlende Alternative, wenn es mal ganz, ganz schnell gehen muss, sind die größten Risiken, wenn man die Basis für die Ernährungsumstellung an sich gelegt hatte: die Entscheidung es zu tun.
Also gib der Entscheidung Zeit zu reifen. Lote die Optionen aus. Setze Dich mit den Wochenenden, Familienfeiern, Weihnachtsfeiern, Firmenveranstaltungen, der Mittagspause, Einladungen auf ein Bier und allen Situationen auseinander, die Dich speziell am Anfang, nach dem Start ereilen könnten. Triff die Entscheidung vorher und lass dich nicht überraschen und ggf. spontan die erste Ausnahme machen.
Es geht darum, die ersten 4-6 Wochen ohne Ausnahme zu überstehen, um Prozesse im Körper in Gang zu bringen. Es geht nicht darum nichts mehr zu essen, zu trinken oder zu machen, was man nicht gerne mal tun möchte. Auf diesen Punkt gehe ich später nochmal ein - Ausnahmen sind okay, solange es Ausnahmen bleiben. Meine Erfahrung hat mir jedoch gezeigt, dass die Veränderungen im Kopf, im Körper und im sich verändernden Lebensgefühl den Zeitraum quasi von alleine verlängern.
Man ist übrigens auf dem richtigen Weg, wenn man allen Umständen zum Trotz zur Sättigung auch auf sein mitgebrachtes Studentenfutter zurückgreift und sich nicht - entgegen auf Absprachen aufgebauten Erwartungen - am reinen Grillbuffet auf der Firmenfeier bedient. Und das ohne ein schlechtes Gefühl für die Entscheidung. Es könnte hier auch zur Ausnahme kommen können, es muss aber nicht passieren. Ich lerne daraus, weitere Eventualitäten einzuplanen und die ein oder andere Alternative mehr auch ins Reisegepäck zu packen.
Gehen wir einkaufen?
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