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Wenn die Feiertage nicht gefeiert wird

Im Grunde war der Artikel über die nicht vorgekommenen Ausnahmen zu Weihnachten und während der Urlaubsreise inklusive Silvesterfeier im Kopf schon geschrieben, als dann ein paar weltliche Themen von den Feierlichkeiten ablenkten. Verwandte im Krankenhaus und Corona-Viren im eigenen Haushalt sind keinesfalls eine schöne Alternative zu den geliebten Tagen in der Weihnachtszeit. Ich selbst verdanke diesen Umständen nun jedoch, dass ich mich nicht mit Alternativen der zuckerfreien und glutenfreien Küche auseinandersetzen "musste". Stattdessen haben mir diese Ereignisse gezeigt, dass 6 Monate komplett ausreichen, um eine Ernährungsumstellung als abgeschlossen anzusehen. Nicht im Sinne von, nun ist alles vorbei, nach mir die Sintflut. Eher mit der erwachsenen Erkenntnis, dass es ein neuer bzw. gefestigter Normalzustand ist, der mich seit einem halben Jahr begleitet. Das führt dazu, dass ich meine Ausdrucksweise anpassen muss. Ich mache keine Ernährungsumstellung mehr. Ich bin fert...

Und das war jetzt vegan?

Zu der Frage hätte es kommen können, wenn es ein unangemeldeter Versuch eines veganen Essens gewesen wäre. Da wir unsere Freunde allerdings zu einem "veganen Essen" eingeladen hatten, überwog am Ende die Freude, oder vielleicht auch die Erleichterung darüber, dass es eigentlich ganz normal, oder wie das Feedback zusammengefasst lautete, richtig gut geschmeckt habe. So mancher mag bei dem Stichwort veganes Essen vermutlich an Körner denken, die auf einer Scheibe Tofu liegen und mit einer Salatgarnitur verziert wurden. So ging es mir zumindest oft und gerne in den vergangenen Jahren. Aber es ist, wie bei vielen Dingen, soviel einfacher, wenn man sich erstmal damit auseinander gesetzt hat und für sich, wieder ein bisschen schlauer geworden ist. Ich spiele damit auf diese unerträglich Abneigung gegen Veganer/Vegetarier an, die meist auf blanker Ahnungslosigkeit aufbaut. Ich gestehe jedem zu sich nicht vegetarisch oder vegan ernähren zu wollen, dieses vielleicht sogar komisch zu f...

Sofort loslegen ohne Planung. Keine gute Idee?

Der schlechteste Plan ist meist der nicht gemachte Plan. Natürlich ist es gut spontan zu sein und sich nicht immer festzulegen. Meine Erfahrung in Bezug auf das Thema Ernährung hat hier aber abweichende Erkenntnisse mit sich gebracht.  Stelle Deine Ernährung erst dann um, wenn Du weißt was Du essen magst - hört sich einfach an, ist es aber nicht. In den meisten Fällen geht es auch um Dinge, die Du noch nie gegessen hast. Du musst also auch mal etwas ausprobieren, Alternativen finden. Alternativen für Dinge, die Du nicht mehr essen willst, Alternativen für den Arbeitsplatz und solche, die sich mit deinem Kalender vertragen. Ggf. ist die Alternative auch ein neuer Kalendereintrag, damit Zeit zum Kochen ist. Du solltest den Kühlschrank voll haben, die Regale gefüllt und einen Plan für die ersten vier Wochen. Vier Wochen in denen sich nur wenig Mahlzeiten wiederholen. Es braucht auch Dinge, die man sofort essen kann ohne lange zu kochen.  Merke: Einseitige Ernährung, sich stetig w...

Die Reise begann. Wo sollte es hingehen?

Mit einer der ersten Wege führte mich zu einem Chiropraktiker. Dieser wusste relativ cool mit meiner Excelliste umzugehen und legte diese neben einen Bogen mit der Darstellung der menschlichen Wirbelsäule. Relativ flugs ging sein Blick durch meine, mir von meinem Körper mitgeteilten Punkte und es folgten Kreise und Kreuze auf seinem Bogen entlang der Wirbelsäule. Danach drehte er seinen Zettel um, ließ ihn liegen und wir wechselten in den Raum mit der Behandlungsliege.  Drücken, ziehen, drehen, knacken. Soweit meine laienhafte Wiedergabe dessen, was in den folgenden 45 Minuten passierte. Er analysierte also meinen Körper und markierte seine Ergebnisse auf einem weiteren Bogen. Nach Abschluss der Kontrolle folgten verschiedene Techniken, die alle, ohne Schmerzen zu erzeugen, zur Anwendung kamen. Mal mit lautem Knochenknacken, mal mit sanftem oder zeitweise etwas festerem Druck hier oder dort. Zur Nachbesprechung wurden alle Zettel nebeneinander gelegt - hohe Übereinstimmung auf sein...

Wie kam es dazu?

Eine Ernährungsumstellung ist nicht nur eine Idee: "Ach, ich stelle jetzt mal meine Ernährung um." Es ist aber auch keine Wissenschaft. Bei mir ist es die Fortsetzung einer Reise. Eine Reise, die ich meinem Körper zu "verdanken" habe. Nachdem dieser sich bereits in meiner Jugend mit unerklärlichen Gelenkschmerzen eine erhöhte Aufmerksamkeit verschaffte, gönnte er mir in meiner Blütephase - im Alter zwischen 20 und 30 Jahren - eine lange Zeit 110%iger Funktion und brauchte keine besondere Aufmerksamkeit. In der Jugend sollten Einlagen, DONA 200-S - ein Arthrose-Medikament -, ein Stützkorsett und Krankengymnastik helfen. Danke nochmal für die Versuche. Den 20ern folgten dann die 30er. Hier änderte sich dann einiges - im Alter von 31, innerhalb von 4 Wochen. Schmerzhafte Gelenke. Alle Gelenke. Von groß nach klein. Es startete mit den Hüftgelenken, weiter über die Knie, Schultern und Ellenbogen zu allen anderen Gelenken, die es im Körper so gibt - je nach Literatur also...

Was isst Du denn überhaupt noch?

Warum? Wie? Immer? Autoimmunerkrankung - check. Laut schnarchen können - check. Entzündliche Vorgänge im Körper, die immer wieder aufflammen - check. Erhöhter Blutdruck, obwohl dieser eigentlich immer perfekt war - check. 99 kg bei 176 cm Körpergröße - auch das. Zwischen 49 und 51 - check. Und trotzdem die Vorstellung gesund zu altern. Veränderung entsteht im Kopf. Motiviert durch eine Entscheidung, die zugegebenermaßen einem sehr langen Reifungsprozess entsprungen ist; letztendlich jedoch eine sehr einfache, die viele Probleme von "heute auf morgen" abstellte - durch eine Ernährungsumstellung - schreibe ich diesen Blog. Schon wieder einen Blog, der sich um Ernährung und Gesundheit dreht? Und dann noch von mir? Warum sollte ich einen Blog schreiben? Gibt es nicht schon genug "Orte" im Internet, wo man schlaue Tipps, die besten Geheimisse und eingebaute Links zu Produkten von bekannten Online-Kaufhäusern findet? Braucht es den wirklich? Die Antwort ist einfach: Nein....