Nebeneffekte - nicht zu verachten
Effekt.
Laut Definition eine bezweckte oder auch nicht bezweckte Auswirkung. Etwas was einfach entsteht oder auch absichtlich herbeigeführt werden kann.
Es begann am 01.07.2023, als ich nach einem Besuch bei meinem Heilpraktiker, mit einem Gedankenspiel über meine "physische" Zukunft konfrontiert, über mein Leben und die nächsten Entscheidungen nachdachte.
Für Liebhaber von Gedankenspielen oder auch einfach für jeden Leser meines Blogs, hier der Beginn meiner Veränderung:
Stelle Dir vor, Du bist ein Mensch mittleren Alters, wobei es auch für junge Menschen durchaus eine gewissen Relevanz hat, und Du hast in Deinem Freundeskreis diese beiden Menschen, die sich wie folgt unterscheiden.
Der eine ist über 80 Jahre alt, hat sich in einem bescheidenen Leben durchgeschlagen und fährt auf der nächsten Einhand-Regatta von Porto nach Fuerteventura in seinem 1-Mann Segler über den Atlantik.
Der andere ist Anfang 50. Er hat mit einem Start-Up, als es noch nicht Start-Up hieß, eine Menge Geld gemacht und fährt mit Dir auf seinem Boot 2 mal im Jahr auf den Bodensee. Er ist auf dem Boot immer barfuß, da er körperlich nicht mehr in der Lage dazu ist, seine Schuhe eigenständig anzuziehen.
Beides sind ganz liebe, nette Freunde, auf die Du nichts kommen lässt.
Wie sieht Deine Zukunft aus, wenn Du Deinen Weg so weiter gehst, wie Du ihn gewählt hast?
Hast Du Deinen Weg gewählt oder er dich?
Willst Du diesen Weg beibehalten oder willst Du etwas ändern?
Laut Definition eine bezweckte oder auch nicht bezweckte Auswirkung. Etwas was einfach entsteht oder auch absichtlich herbeigeführt werden kann.
Es begann am 01.07.2023, als ich nach einem Besuch bei meinem Heilpraktiker, mit einem Gedankenspiel über meine "physische" Zukunft konfrontiert, über mein Leben und die nächsten Entscheidungen nachdachte.
Für Liebhaber von Gedankenspielen oder auch einfach für jeden Leser meines Blogs, hier der Beginn meiner Veränderung:
Stelle Dir vor, Du bist ein Mensch mittleren Alters, wobei es auch für junge Menschen durchaus eine gewissen Relevanz hat, und Du hast in Deinem Freundeskreis diese beiden Menschen, die sich wie folgt unterscheiden.
Der eine ist über 80 Jahre alt, hat sich in einem bescheidenen Leben durchgeschlagen und fährt auf der nächsten Einhand-Regatta von Porto nach Fuerteventura in seinem 1-Mann Segler über den Atlantik.
Der andere ist Anfang 50. Er hat mit einem Start-Up, als es noch nicht Start-Up hieß, eine Menge Geld gemacht und fährt mit Dir auf seinem Boot 2 mal im Jahr auf den Bodensee. Er ist auf dem Boot immer barfuß, da er körperlich nicht mehr in der Lage dazu ist, seine Schuhe eigenständig anzuziehen.
Beides sind ganz liebe, nette Freunde, auf die Du nichts kommen lässt.
Wie sieht Deine Zukunft aus, wenn Du Deinen Weg so weiter gehst, wie Du ihn gewählt hast?
Hast Du Deinen Weg gewählt oder er dich?
Willst Du diesen Weg beibehalten oder willst Du etwas ändern?
Es kann so viele Ergebnisse aus dem Nachdenken über das geben, was hier zuvor in kursiver Schrift geschrieben steht. Und ich möchte keinen einzigen Gedanken, den irgendjemand sich darüber gemacht hat, beurteilen müssen. Ich möchte lediglich meine teilen - und deswegen gibt es ja schließlich diesen Blog.
Ich habe meinen Weg geändert. Ich bin einfach mal abgebogen vom Highway des Standardkonsums. Ich habe immer gerne Döner, Pizza und frisches Brot gegessen. War ab und an im Steakhouse. Ich wusste meine Lieblingsschokolade und Lakritze zu benennen und war gar nicht abgeneigt, wenn es darum GINg einen guten Drink zu sich zu nehmen.
Mein Navi steht - derzeit mit zeitlicher Begrenzung von einem Jahr - einfach auf "Alternativroute".
Schon häufig wurde ich gefragt, warum ich nicht einmal am Wochenende eine Ausnahme machen würde. Das ist im Grunde ganz einfach: Es ist meine Entscheidung, die keine Ausnahmen vorsieht. Und weil ich mein Standardverhalten kenne. Sobald eine Ausnahme passiert, passiert die zweite und die nächste und die Ausnahme wird zur Regel.
Nebeneffekte der anderen Art stellen sich ein.
Für alle, die lediglich gesund Gewicht verlieren wollen, ist mein Weg vermutlich zu empfehlen. In Zahlen bei mir bedeutet das
01.07.23 - 99,2 kg
Ich habe meinen Weg geändert. Ich bin einfach mal abgebogen vom Highway des Standardkonsums. Ich habe immer gerne Döner, Pizza und frisches Brot gegessen. War ab und an im Steakhouse. Ich wusste meine Lieblingsschokolade und Lakritze zu benennen und war gar nicht abgeneigt, wenn es darum GINg einen guten Drink zu sich zu nehmen.
Mein Navi steht - derzeit mit zeitlicher Begrenzung von einem Jahr - einfach auf "Alternativroute".
Schon häufig wurde ich gefragt, warum ich nicht einmal am Wochenende eine Ausnahme machen würde. Das ist im Grunde ganz einfach: Es ist meine Entscheidung, die keine Ausnahmen vorsieht. Und weil ich mein Standardverhalten kenne. Sobald eine Ausnahme passiert, passiert die zweite und die nächste und die Ausnahme wird zur Regel.
Nebeneffekte der anderen Art stellen sich ein.
Für alle, die lediglich gesund Gewicht verlieren wollen, ist mein Weg vermutlich zu empfehlen. In Zahlen bei mir bedeutet das
01.07.23 - 99,2 kg
04.12.23 - 84,9 kg
Menschen, die gerne auf dem Sofa sitzen sei versichert das man das auch weiterhin gerne macht. Was sich aber verändert ist der eigenwillige, innere Widerstand, wenn es bspw. darum geht vom Sofa aufzustehen, etwas zu holen, wegzubringen oder nachzuschauen. Für mich bedeutet das, dass ich nicht mehr alle Dinge, die - lt. meiner Frau - in den Keller nach unten oder aus selbigem nach oben müssen, wie ein Krake versuche in möglichst einem Gang zu greifen, um einen zweiten Weg zu sparen. Und dieses auch nicht erst nach Sonnenuntergang oder an Feiertagen, die in ungraden Kalenderjahren auf einen Dienstag fallen.
Der Bewegungsdrang kehrt zurück. Gerne denke ich in diesem Zusammenhang an die Schulzeit zurück. 7 Tage in der Woche beim Sport. Mindestens zwei Stunden pro Tag, von Freitag bis Sonntag eher vier. Ich erinnere mich, wie ich Freitagabend nach dem Training auf dem Hallenboden saß und verschwitzt und glücklich war, weil ich meinem Sport nachgehen konnte. Ich habe mir - mit der Blauäugigkeit eines jungen Erwachsenen - nie vorstellen können, dass ich irgendwann nicht mehr jeden Tag beim Sport sein würde.
Hochmotiviert suchte ich mir zum Ende der Sommerferien 23 deshalb eine Sportart aus, bei der ich individual, in der Halle die Möglichkeit zum Auspowern sah. Meine Knie sahen Badminton jedoch als völlig überzogen an und gaben mir umgehend das entsprechende Feedback. Trotzdem bewege ich mich mittlerweile regelmäßig. Es ist noch ausbaufähig, aber ich habe wieder Lust auf und Spaß an Bewegung. Und zwar so viel, dass ich meinen neuen Personaltrainer überzeugen konnte, statt um 09:00 Uhr (seine Öffnungszeit) um 07:30 Uhr zu starten (meine Sportzeit). Zudem bin ich wieder als Schiedsrichter aktiv.
Wer etwas will findet Wege, wer etwas nicht will findet Gründe.
Oder die Gründe finden einen.
Der beste Nebeneffekt der ganzen Situation in meinen Augen ist allerdings ein ganz anderer:
Der Bewegungsdrang kehrt zurück. Gerne denke ich in diesem Zusammenhang an die Schulzeit zurück. 7 Tage in der Woche beim Sport. Mindestens zwei Stunden pro Tag, von Freitag bis Sonntag eher vier. Ich erinnere mich, wie ich Freitagabend nach dem Training auf dem Hallenboden saß und verschwitzt und glücklich war, weil ich meinem Sport nachgehen konnte. Ich habe mir - mit der Blauäugigkeit eines jungen Erwachsenen - nie vorstellen können, dass ich irgendwann nicht mehr jeden Tag beim Sport sein würde.
Hochmotiviert suchte ich mir zum Ende der Sommerferien 23 deshalb eine Sportart aus, bei der ich individual, in der Halle die Möglichkeit zum Auspowern sah. Meine Knie sahen Badminton jedoch als völlig überzogen an und gaben mir umgehend das entsprechende Feedback. Trotzdem bewege ich mich mittlerweile regelmäßig. Es ist noch ausbaufähig, aber ich habe wieder Lust auf und Spaß an Bewegung. Und zwar so viel, dass ich meinen neuen Personaltrainer überzeugen konnte, statt um 09:00 Uhr (seine Öffnungszeit) um 07:30 Uhr zu starten (meine Sportzeit). Zudem bin ich wieder als Schiedsrichter aktiv.
Wer etwas will findet Wege, wer etwas nicht will findet Gründe.
Oder die Gründe finden einen.
Der beste Nebeneffekt der ganzen Situation in meinen Augen ist allerdings ein ganz anderer:
Neue Motivation.
Für was?
Für was auch immer.
Wie sieht Deine Zukunft aus, wenn der Weg weniger beschwerlich und schöner wird?
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